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Welche
Dokumente müssen mitgeführt werden, wenn gefährliche Güter
transportiert werden?
Und
wo steht das?
Und
was kosten mangelhafte oder fehlende Papiere?
Was
ist bei Fährverkehren zu beachten?
In
der täglichen Praxis gehören diese zu den häufig gestellten
Fragen. Da wir die Erstellung aller relevanten Begleitdokumente
anbieten, wollen wir Ihnen hier kurz darstellen, warum sich ein
professioneller Service lohnt und wie die obigen Fragen zu
beantworten sind. Fundstellenangaben beziehen sich – sofern
nicht anders angegeben – auf das ADR 2011.
Unfallmerkblatt Das
Unfallmerkblatt (offiziell: Schriftliche Weisungen) ist nur
für kenzeichnungspflichtige Transporte erforderlich.
[5.4.0/5.4.3/ 8.1.2.1 b) i.V.m. 1.1.3.6]. Mit Einführung des ADR
2009 wurde das stoffspezifische Unfallmerkblatt abgeschafft. Statt
dessen ist nur noch eine vierseitige, farbige Vorlage zu nutzen
[5.4.3.4], die sich ausschließlich an den Fahrer wendet und alle
Klassen darstellt. Folgerichtig ist es auch nur in der Sprache des
Fahrers gefordert.
Beförderungspapier Das
Beförderungspapier ist zunächst nicht zwingend ein einzelnes
Blatt. Die Aufteilung der erforderlichen Angaben auf mehrere
Dokumente ist zulässig, sofern alle Informationen zweifelsfrei
zusammen geführt werden können. Die Auftrennung der
Klassifizierungsangaben ist unzulässig, ihre Reihenfolge ist
verbindlich vorgeschrieben [5.4.1.1.1 letzter Absatz ADR]. Ein
Beförderungspapier muß für jeden Gefahrguttransport mitgegeben
werden, also auch die nicht
kennzeichnungspflichtigen Mindermengentransporte
[5.4.1/ 8.1.2.1 a) i.V.m 1.1.3.6]. Die in Unterabschnitt 5.4.1.1
ADR geforderten Pflichtangaben müssen immer aus dem
Beförderungspapier hervorgehen. Als Beschreibung der
Versandstücke sind nur die in Unterabschnitt 6.1.2.5 genannten
Verpackungsarten, (Gas-) Flasche, IBC, Tank und lose Schüttung
zugelassen. Dosen, Hobbocks, Cheps, Collis oder Gibos kennt das
ADR nicht! Sofern Mindermengentransporte durchgeführt werden,
müssen die Punkte der einzelnen Beförderungskategorien
ausgewiesen werden, ebenso die Gesamtmenge der Gefahrenpunkte
[5.4.1.1.1 f) Bem. 1]. Zur Berechnung der Punkte müssen
Feststoffe in netto-Kilogramm und Flüssigkeiten in Litern
bemessen werden [1.1.3.6.3]. Die Angabe „Beförderung ohne
Überschreitung der in Unterabschnitt 1.1.3.6 festgesetzten
Freigrenzen“ ist nicht mehr nötig (aber weiterhin
zulässig).
Weitere
Informationen erhalten Sie hier.
Bußgelder Da
die Begleitpapiere die wichtigste Informationsquelle bei einem
Zwischenfall sind, ist die Würdigung von Mängeln dem
entsprechend. Der deutsche Bußgeldkatalog findet sich in der
Richtlinie Straße/ Eisenbahn/ Binnenschiff (RSEB). Leider setzen
nicht alle Bundesländer diese Richtlinie vollständig um. Der
Süden der Republik hat diesbezüglich höhere Bußgeldforderungen.
Durchschnittlich liegen Gefahrgut-Bußgelder im mittleren
dreistelligen Bereich, was jedoch nicht unbedingt das größte
Problem ist. Denn einerseits sind Bußgeldbescheide dieser Art ein
Grund der Gewerbeaufsicht für einen Besuch, andererseits bleibt
der Transport bei gravierend falschen oder unvollständigen
Papieren stehen. Und das so lange, bis vollständige, korrekte
Begleitdokumente vorliegen, wie auch immer sie zur Kontrollstelle
gelangen.
Fährverkehre Wer
mit einem Straßenfahrzeug über Seewege möchte, hat das Seerecht
einzuhalten. Der IMDG-Code
schreibt
vor, daß für jeden Gefahrguttransport über See eine
IMO-Erklärung
mitgegeben
werden muß. Die gilt auch für Ostseeverkehre, welche die
Erleichterungen des MoU
in
Anspruch nehmen können. Die IMO-Erklärung ist ebenfalls zwingend
vorgeschrieben, wenn zusammengesetzte Verpackungen (LQ oder EQ)
befördert werden.
Lösungswege So
vielfältig, wie sich logistische Prozesse heute gestalten, so
vielfältig können Lösungen für Begleitdokumente aussehen. Wir
erstellen Checklisten
zum Prüfen von Beförduderungspapieren für Ihre Mitarbeiter
und unterweisen
sie darin. Wenn Sie selbst Dokumente erstellen müssen,
gestalten wir Vorlagen (z.B. zum einfachen Ankreuzen) oder
unterstützen Ihre EDV bei automatisierten Lösungen. Oder wir
prüfen Dokumente für Sie auf Zuruf – auch mitten in der Nacht.
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