BA

1.) Übliche Abkürzung für Betriebsanweisung.

2.) Barium (Ba). Chemisches Element.




BAG

Bundesamt für Güterverkehr.




BAM

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin.




BAMA

British Aerosol Manufacturers' Association. Britischer Verband der Druckgaspackungen-Industrie. Vertritt Hersteller, Befüller, Transporteure und Händler von Druckgaspackungen.




BAM-GGR

Gefahrgut-Regel der BAM.




BAnz.

Bundesanzeiger




Bar

1.) Chill-Out-Zone
2.) Maßeinheit für Druck. Die Abkürzung für Bar ist bar. 1bar (ganz genau 1,013bar) entspricht dem Durchschnittsluftdruck bei 20°C auf Meereshöhe. Da das Bar nicht durch SI-Einheiten definiert wurde, wird es inzwischen durch das SI-konforme Pascal abgelöst. 1bar = 1.000mbar (Milli-Bar).




BARIG

Board of Airline Representatives in Germany. Treffen der Vertreter der Fluggesellschaften in Deutschland.




Basiskurs

Siehe ADR-Bescheinigung.




BASt

Bundesanstalt für Straßenwesen, Bergisch Gladbach.




Batteriefahrzeug

Fahrzeugtyp mit einem dauerhaft verbundenen Aufbau für den Transport von Gasen. Mehrere Elemente (Flaschen, Großflaschen, Druckfässer usw.) sind mit Sammelrohren verbunden.




BattV

Batterieverordnung




Batterieverordnung

Regelt u.a. die Rücknahme gebrauchter Gerätebatterien.




BauA

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Dortmund.




Bauartzulassung

Siehe → Verpackungscodierung.




BAWV

Bundesamt der Wehrverwaltung.




BBodSchG

Bundesbodenschutzgesetz




BBodSchV

Bundesbodenschutz- und Altlastenverordnung




BBS

1. Berufsbildende Schule

2. Behavior Besed Safety. Programm zur Verbesserung der Sicherheit durch Änderung des Verhaltens der Mitarbeiter. Quasi der Tuning-Chip für Kraftfahrer.




BC-Code

Code of Safe Practice for Solid Bulk Cargoes. Schüttgut-Code. Inzwischen ersetzt durch den IMSBC-Code.




BCF

Biokonzentrationsfaktor. Messgröße zur Beurteilung, ob ein Stoff als umweltgefährdend i.S.d. Gefahrgutvorschriften eingestuft werden muss




BCH-Code

Code for Construction and Equipment of Ships CarryingDangerous Chemicals in Bulk. Code für Bau und Ausrüstung von Schiffen für gefährliche Güter.




BDB

Bundesverband der deutschen Binnenschifffahrt, Duisburg




BDE

Bundesverband der deutschen Entsorgungswirtschaft, Köln




BDI

Bundesverband der deutschen Industrie, Berlin




BDN

Bundesverband des deutschen Güternahverkehrs, Frankfurt am Main.




Beauftragte Person Gefahrgut (bPG)

Begriff für Verantwortliche im Gefahrgutrecht. Vergleiche auch „Schulung beauftragter Personen.




Becquerel (Bq)

SI-Maßeinheit für die Aktivität radioaktiver Stoffe.




Bedeckte Fahrzeuge

Bedeckte Fahrzeuge i.S.d. ADR haben keinen festen Aufbau, sondern sind mit Plane und Spriegel oder Curtainsiderplane als Wetterschutz versehen. Vergleiche auch gedecktes und offenes Fahrzeug. Bedeckte Fahrzeuge gelten als ausreichend belüftet für den Transport von Gasen.




Beförderer

Gemäß GGVSEB generell derjenige, der mit dem Absender einen Beförderungsvertrag schließt (der Vertrag kann mündlich, z.B. durch eine telefonische Beauftragung erfolgen). Ohne Vertrag ist der Beförderer auch Absender und muss dessen Pflichten mit wahrnehmen. Zu den Pflichten des Beförderers zählt die Auswahl einer geeigenten Beförderungseinheit, eines geeigneten Fahrers (siehe auch ADR-Bescheinigung) und die Übergabe des Beförderungspapiers an den Fahrer.




Beförderungseinheit

Zugmaschine oder Verband aus Zugmaschine und Anhänger zum Transport gefährlicher Güter. Definiert in Kapitel 1.2 (ADR).

Vergleiche auch → Fahrzeug.




Beförderungskategorie

Einteilung von Gefahrgütern hinsichtlich ihres Gefahrenpotenzials.

Siehe auch → nicht kennzeichnungspflichtig




Beförderungspapier

Dokument, welches dem Transport gefährliche Güter mitgegeben werden muss. Beförderungspapiere sind im Bereich Straße/ Schiene nicht formgebunden, müssen aber bestimmte Inhalte verbindlich darstellen. Die Verkehrsträger See und Luft legen hier formelle Anforderungen fest. Siehe auch hier. Als Beförderungspapier für Straße/ Schiene können u.a. Begleitscheine und IMO-Erklärungen genutzt werden. IMO-Erklärungen sollten nur mit einem Hinweis auf Absatz 1.1.4.2.1 ADR/ RID auf der Straße eingesetzt werden.




Begaste Einheit

Ein Container, Fahrzeug oder Tank, die nicht zwingend Gefahrgut als Ladung enthalten, aber mit giftigen Stoffen begast wurden. Die Begasung erfolgt i.d.R. gegen Schädlinge und ist z.T. bei der Einfuhr bestimmter Waren vorgeschrieben. Je nach Begasungsmittel kann auch einige Zeit nach der Begasung eine erhebliche Gefahr für Menschen bestehen, die den Raum ohne Atemschutz betreten. Begaste Einheiten sollten nur von fachkundigem Personal betreten bzw. freigegeben werden.

Ein Bild der Kennzeichnung finden Sie hier.




Begleitschein

Dokument zur Beförderung von Abfällen in Deutschland. Vorgeschrieben durch das Kreislaufwirtschaft- und Abfallgesetz. Enthält Angaben über Art und Menge des Abfalls, Abfallerzeuger, -transporteur und –entsorger. Muss mit einer fortlaufenden Nummer versehen sein. Kann als Beförderungspapier für Gefahrgüter genutzt werden.




Begrenzte Menge

1.) Falsche Bezeichnung für nicht kennzeichnungspflichtige Beförderungen gefährlicher Güter.

2.) In begrenzten Mengen verpackte gefährliche Güter, englisch „limited quantities (LQ)“. So verpackte gefährliche Güter bestehen aus einer oder mehreren Innenverpackungen, die in ein Versandstück (Außenverpackung) eingestellt werden. Für die Größe der Innen- und Außenverpackung gelten Obergrenzen; beide müssen nicht zugelassen (codiert) sein (dürfen es aber).


Die Verkehrsträger Straße, Schiene, Binnenschifffahrt und See haben für begrenzte Mengen einheitliche Obergrenzen für das gesamte Versandstück. Trays (in Folie eingeschweißte Innenverpackungen, auf einem Pappboden stehend) dürfen brutto maximal 20kg, alle anderen Versandstücke dürfen brutto maximal 30kg wiegen. Die Höchstgrenze je Innenverpackung ist produktspezifisch und trotz großer Anstrengungen zwischen den Verkehrsträgern nicht zu 100% harmonisiert.


Innen- und Außenverpackung müssen von guter Qualität sein. Die Innenverpackung darf mit dem beförderten Gut keine gefährlichen Reaktionen eingehen, bei Flüssigkeiten muss ein füllungsfreier Raum verbleiben.

Begrenzte Mengen müssen mit dem nebenstehenden Symbol in der Größe 10x10cm gekennzeichnet werden. Eine Verkleinerung ist möglich, wenn das Versandstück kleiner ist. Hier sind die einzelnen Verkehrsträger-Vorschriften zu beachten.

Straßenfahrzeuge über 12t zGM mit einer LQ-Ladung von mehr als 8t brutto müssen seit ADR 2011 (Übergangsfrist bis 2015) vorne und hinten mit nebenstehenden Symbol in der Größe 25x25cm gekennzeichnet werden; Schienenfahrzeuge (Waggons) ohne Mengeneinschränkung an der Seite.

Im Geltungsbereich des IMDG-Code ist weiterhin eine IMO-Erklärung vorgeschrieben und die Beförderungseinheiten sind von außen zu kennzeichnen (ebenfalls mit dem LQ-Symbol an Heck und Seiten bei Fahrzeugen, an allen vier Seiten bei Containern). Werden begrenzte Mengen in Umverpackungen transportiert, gelten auf allen Verkehrsträgern die gleichen Vorschriften hinsichtlich der Bezettelung wie bei Gefahrgütern.

Vergleiche auch mit freigestellten Mengen (EQ).




Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BkrFQG)

Deutsches Gesetz zur Umsetzung von EU-Vorgaben. Ab dem 10. September 2009 muss jeder Neueinsteiger zum Fahrzeugführer im gewerblichen Güterverkehr über eine Qualifikation verfügen. Diese erhält er durch eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer oder Teilnahme an einem anerkannten Lehrgang mit Prüfung vor der IHK. Wer vor dem 10. September 2009 seine Fahrerlaubnis erworben hat, kann seine Qualifikation durch Teilnahme an Fortbildungslehrgängen (Dauer 35 Stunden) im Fünfjahresrhythmus erlangen.

Sowohl die durch Grundlehrgang als auch durch Fortbildung erlangte Qualifikation wird im Führerschein eingetragen




Bescheinigung der besonderen Zulassung

besondere Zulassung.




Besondere Zulassung

Zulassung von Zugmaschinen/ Anhängern für die Beförderung besonderer Gefahrgüter (z.B. Explosivstoffe) bzw. besonderer Beförderungsarten (Tanktransport); auch T.9-Bescheinigung genannt. Geregelt in Teil 9 des ADR (vormals im Abschnitt B.3 des ADR, daher die noch immer gebräuchliche Bezeichnung „B.3-Bescheinigung“). Legt in Abhängigkeit von Stoff- und Beförderungsart Anforderungen für die Fahrzeuge fest (z.B. ABS, Retarder, elektrische Ausrüstung usw.). Wird ein zulassungsbedürftiger Anhänger gezogen, muss auch die Zugmaschine über eine besondere Zulassung verfügen.

Besondere Zulassungen erhalten die Fahrzeugarten

AT-Fahrzeug

EX/II-Fahrzeug

EX/III-Fahrzeug

FL-Fahrzeug

OX-Fahrzeug.



Der rote Querstrich gehört zum Dokument



BestbüAbfV

Bestimmungsverordnung besonders überwachungsbedürftige Abfälle.




BestüAbfV

Bestimmungsverordnung überwachungsbedürftige Abfälle zur Verwertung




Betriebsanweisung (BA)

Anleitung zum sicheren Umgang mit Arbeitsstoffen oder Maschinen. Eine BA kann auf einen einzelnen Stoff/ eine einzelne Maschine oder einen Prozess abgestimmt sein. Die BA soll in kurzer, knapper Form Gefahren für Mensch und Umwelt erläutern, die Schutzmaßnahmen beschreiben und die erforderliche persönliche Schutzausrüstung vorgeben. Die BA muss für die Beschäftigten verständlich (notfalls in deren Muttersprache übersetzt) und jederzeit einsehbar sein.

Anhand der BA sollten die Unterweisungen der Beschäftigten erfolgen.




BetrSichV

Offizielle Abkürzung für Betriebssicherheitsverordnung.




Betriebssicherheitsverordnung

Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Arbeitsmitteln. Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) können so unterschiedliche Dinge wie Fahrstühle, selbstfahrende Arbeitsmaschinen oder brennbare Flüssigkeiten sein. Die BetrSichV ist seit dem 01. Januar 2003 in Kraft und ersetzt u.a. die Verordnung brennbare Flüssigkeiten.




BF

1.) Berufsfeuerwehr (eigentlich Bfw)

2.) Bulkfrachter




BfR

Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin.




BfS

Bundesamt für Strahlenschutz, Salzgitter.




BG

Berufsgenossenschaft.




BGBl

Bundesgesetzblatt.




BGL

Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e.V., Frankfurt am Main.




BGV D 29

Berufsgenossenschaftliche Vorschrift Nr. D 29. Unfallverhütungsvorschrift für Fahrzeuge.




Bigbag

Wörtliche Übersetzung „große Tüte“. Flexibles Großpackmittel zum Transport fester gefährlicher Güter.




BImSchG

Bundesimmissionsschutzgesetz




Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB)

Gibt die Menge Sauerstoff an, die von Mikroorganismen benötigt wird, um im Wasser vorhandene Stoffe abzubauen. Englisch „Biochemical oxygen demand (BOD)“. Parameter für die Bestimmung des Verschmutzungsgrades von Wässern/ Abwässern.

Siehe auch chemischer Sauerstoffbedarf.




BioStoffV

Biostoffverordnung.




BimSchV

Bundesimmissionsschutzverordnung




BkrFQG

Siehe Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz.




BLAU

1.) unerwünschter Zustand von Fahrzeugführern

2.) Bund-/ Länderausschuss für Umweltchemikalien




BLFA-GG

Bund-Länder-Fachausschuss „Beförderung gefährlicher Güter“. Gremium aus Vertretern der Bundesländer und des Bundesverkehrsministeriums. Berät u.a. die RSEB.




BLFA-KL

Bund-Länder-Fachausschuss „Beförderung gefährlicher Güter - Küstenländer“. Gremium aus Vertretern der Küstenländer und des Bundesverkehrsministeriums.




BMBF

Bundesministerium für Bildung und Forschung




BMEL

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.




BMI

Bundesministerium des Inneren.




BMVI

Bundesministerium für Verkehr, digitale Infrastruktur.




BMVg

Bundesministerium der Verteidigung




BMVIT

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie der Bundesrepublik Österreich.




BMWI

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.




BOD

Biochemical oxygen demand. → Biochemischer Sauerstoffbedarf.




BPA

Bundespersonalausweis. Führer von Beförderungseinheiten mit gefährlichen Gütern müssen sich mit einem amtlichen Lichtbildausweis legitimieren können.




bPG

Beauftragte Person Gefahrgut.




BPI

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrielle, Frankfurt/ Main.




BPS

Bundesverband Sonderabfallwirtschaft, Bonn.




Bq

Becquerel.




Brandklassen

1.) Einteilung brennbarer Flüssigkeiten nach Gefahrenpotenzial durch die Verordnung brennbare Flüssigkeiten. U.a. erforderlich bei der Anwendung der technischen Regeln brennbare Flüssigkeiten.

A I
A II
A III
B

Flammpunkt < 21°C, nicht wassermischbar
Flammpunkt 21 - 55°C, nicht wassermischbar
Flammpunkt 55 - 100°C, nicht wassermischbar
Flammpunkt < 21°C, bei 15°C wassermischbar/ wasserlöslich

2.) Einteilung der möglichen Arten von Brandlasten bzw. der Eignung von Löschmitteln gegen diese Brände.

A
B
C
D
F

Feste brennbare Stoffe
Flüssige brennbare Stoffe
Brennbare Gase
Brennbare Metalle
Fette



BREPOS

Bremen Port Operations System (Hafeninformationssystem).




BRT

Brutto-Registertonnen. Maß für die Schiffsgröße.




BRZ

Brutto-Raumzahl




BSH

Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg.




BSV

Nicht ganz korrekte Abkürzung für Betriebssicherheitsverordnung.




BtF

Betriebsfeuerwehr




BTS

Behälter-Transport-System Straße/ Schiene.




BTX

Abkürzung für Benzol, Toluol, Xylol. Aromaten, die als Summenparameter bestimmt werden und eine Aussage über die Belastung von Luft, Boden oder Wasser zulassen.




BVBK

Bundesverband Brand- und Katastrophenschutz, Kassel.




BVerwG

Bundesverwaltungsgericht.




BVI

Belgisch Verpakking Institute.




BVL

Bundesvereinigung Logistik.




BWB

Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung.




BWVL

Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik, Bonn.









Stand: Juni 2018/ 8.6